Pflegeversicherung: Kommt die Förder-Pflegerente?

Portal-News vom Dienstag, 10. April 2012
Im Jahr 2015 wird die gesetzliche Pflegeversicherung glatte 20 Jahre alt sein.
Bereits seit 2008 steht jedoch fest, dass sich die Finanzierbarkeit der Pflegekosten als immer schwieriger gestaltet. Wegen des demographischen Wandels ist die Politik gezwungen, eine baldige Lösung zu finden wegen der ständig steigenden Kosten.
Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit sind hierzulande derzeit ca. 2,4 Millionen Pflegebedürftig – mit steigender Tendenz.
Zusätzlich steigt die Anzahl der Demenzkranken Menschen, die ab 2013
eine höhere Leistung aus der Pflegeversicherung zu erwarten haben –
wir berichteten hier.
Die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen soll in den kommenden Jahren von derzeit
1,2 Mio auf 1,8 Millionen ansteigen, so rechnete es die Uni Bremen hoch.
Im Gegenzug geht die Zahl der voll Erwerbstätigen ständig zurück und damit auch die Zahl der aktiven Zahler. Die Beitragszahler, die nach dem Umlagesystem bekanntlich die Kosten für die Pflegebedürftigen von heute tragen, werden nicht nur immer weniger, sondern können durch das sinkende Lohnniveau auch immer weniger zur Finanzierung der Pflegeversicherung beitragen.
Für die Pflegekassen besteht also gleich ein doppeltes Problem: steigende Ausgaben bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen.
Unbestritten ist, dass eine Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung dringend erfolgen muss. Die früheren Pläne des FDP-Gesundheitsministers Bahr, die Reform über eine Art Pflege-Riester zu verwirklichen, stieß bei der Union seinerzeit auf Wiederstand.
Der Koalitionspartner plädierten stattdessen für eine steuerlich geförderte private Pflegezusatzversicherung.
Fest steht bisher nur, dass mit der Pflegereform 2013 die Hilfe für Demenzkranke und für Menschen mit geistiger Störung verbessert wird. Wer zu Hause von Angehörigen oder Bekannten gepflegt wird und keine Pflegestufe zugesprochen bekam, soll ab dann höhere Leistungen erhalten. Zudem sollen Pflegeheime stärker gefördert werden und dann auch Pflege-Wohngemeinschaften. Zusätzlich soll die Begutachtung und die Einstufung in eine Pflegestufen einfacher gestaltet werden.
Kritik an der Reform äußerte die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. Die Pflegereform geht nicht weit genug, sagt deren Sprecher Hans-Jürgen Freter. Die Alzheimer-Gesellschaft hätte sich ein komplett neues Pflegestufen-System gewünscht, in welchem auf den speziellen Pflegebedarf eines Einzelnen besser eingegangen wird.
Wie die Pläne zu einer privaten Zusatzvorsorge umgesetzt werden sollen, steht noch in den Sternen. Fakt ist, dass eine private Pflegezusatzversicherung nahezu unerlässlich ist, denn die gesetzliche Pflegeversicherung erstattet nur einen geringen Teil der tatsächlichen anfallenden Pflegekosten.
Pflegezusatzversicherung Vergleich
Nutzen Sie einfach das Werkzeug der Profis und vergleichen die Tarife der Pflegezusatzversicherung
interaktiv – ohne Anmeldung und völlig anonym.
Sie finden bei uns garantiert den passenden Tarif.
Pflegezusatzversicherung: Vergleich starten
Kommentar schreiben
Erschienen unter:
Förder-Pflegerente, Gesetzliche Pflegeversicherung
Schlüsselworte: , , , ,
Ihre Meinung ist uns wichtig.
Hier können Sie einen Kommentar schreiben:

Weitere Seiten zum Thema Krankenversicherung:
Startseite | Online-Vergleich | AGB | Impressum
Pflegegeld-Portal ist eine Seite der dewion Company, Copyright 2011 - 2017
Aufgelegt mit Wordpress und dem Theme Renegade