Pflegeversicherung: Die Grundlagen

Pflegeversicherung Grundlagen

Etwa 2 Millionen Menschen in diesem Land sind auf eine Pflege und weitere Unterstützungen angewiesen. Diese Statistik berücksichtigt jedoch nur diejenigen Pflegebedürftigen, die in eine Pflegestufe eingeordnet wurden.
Wer an den Kriterien knapp scheiterte – zum Beispiel weil für die tägliche Grundpflege nur 35 anstatt der notwendigen 45 Minuten
für die Pflegestufe 1 anfallen, erhält keine Gelder aus der sozialen Pflegeversicherung und fällt somit aus der Statistik heraus.
Experten schätzen, dass die Zahl der tatsächlich Hilfsbedürftigen Personen in Wahrheit bis
zu dreimal so hoch ist. Diese Menschen werden allerdings nicht mitgezählt, weil sie keine Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung erhalten.

Warum müssen wir in die Pflegeversicherung einzahlen?

Die im Jahr 1995 eingeführte gesetzliche Pflegeversicherung soll die hohen Kosten einer Pflegebedürftigkeit (zumindest teilweise) abfedern.
Die Pflegeversicherung soll es dem Pflegebedürftigen ermöglichen, einen lebenswürdigen Alltag zu meistern – trotz gesundheitlicher Einschränkungen. Auf eine vollständige Kosten-übernahme der hohen Pflege-Gebühren ist allerdings nicht zu hoffen.

Wie hoch sind die Leistungen aus der Pflegeversicherung?

Die Töpfe der Pflegeversicherung waren schon immer knapp bemessen und von Anfang an nicht dazu gedacht, die Kosten für eine ambulante oder stationäre Pflege zu 100% (ähnlich einer „Kfz-Vollkasko“) zu begleichen. Im Gegenteil war die gesetzliche Pflegeversicherung, seitdem sie besteht, immer als eine Art „Teil-Leistungs-Modell“ konzipiert.
Das heutige Modell der gesetzlichen Pflegeversicherung ist leider nur eine Grundabsicherung mit spärlichen finanziellen Hilfeleistungen. Zuzahlungen sind grundsätzlich immer zu leisten.
Auch die Kinder eines Pflegebedürftigen können von der Pflegeversicherung in Regreß genommen werden, wenn dessen eigene Rente nicht ausreicht zur Bestreitung der Pflegekosten – und das ist sehr oft der Fall.

Wer erhält Leistungen aus der Pflegeversicherung?

Als Pflegebedürftig mit Anspruch auf Geldleistungen gelten Personen, die aufgrund einer körperlichen oder geistig/seelischen Krankheit oder wegen einer Behinderung nicht oder kaum noch in der Lage sind, die Aufgaben des täglichen Lebens selbstständig zu meistern.
Entscheidend dafür ist, ob der Hilfsbedürftige eine so genannte Pflegestufe zugesprochen bekommt. Im Kapitel Einordnung in Pflegestufen finden Sie ausführliche Informationen dazu.
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