Pflegeversicherung: Pflegestufe 2

Pflegestufe 2 nach dem Sozialgesetzbuch (SGB XI)

Pflegestufe 2

Die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland wird immer höher. Es bleibt also immer mehr Lebenszeit übrig, um sich auch langgehegte Wünsche zu erfüllen, für die man während des Arbeitsalltages keine Zeit hatte. Dies sind natürlich Vorteile, aber es gibt auch Nachteile. Denn trotz der hohen medizinischen Versorgung steigt das Risiko der Pflegebedürftigkeit im Alter. Die Kosten für eine ambulante Pflege oder stationäre Pflege sind aber derart hoch, dass die Altersrente und die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegekasse diese nur zum geringen Teil abdecken können.

Voraussetzungen für die Pflegestufe 2 :

Um die Pflegestufe 2 zu erhalten, muss eine „schwere Pflegebedürftigkeit“ vorliegen.
Das heißt: der Pflegebedürftige erhält die Pflegestufe 2 dann, wenn er mindestens 3 Stunden täglich Hilfe benötigt. Wenigstens 2 Stunden davon müssen auf die Grundpflege entfallen. Die restliche Zeit kann für hauswirtschaftliche Hilfen verwendet werden, wie Einkäufe oder Tätigkeiten im Haushalt. Der Zeitaufwand für die Grundpflege muss außerdem an täglich 3 unterschiedlichen Zeitfenstern nötig sein, also zum Beispiel am Morgen, am Mittag und des Abends. Außerdem muss mehrfach pro Woche eine Hilfe im Haushalt notwendig sein.
Wie in den anderen Pflegestufen entscheidet oftmals auch hier der MDK darüber, ob die Pflegestufe 2 anerkannt wird und die entsprechende Finanzspritze zur Auszahlung kommt.
Durch die Gutachter des MDK ergibt sich also die Pflegestufe und somit die Frage, welche Leistungen an den zu Pflegenden ausgezahlt werden. Die Gutachter sprechen sowohl mit dem Betroffenen, als auch mit den pflegenden Angehörigen und beurteilen so, in welchen Bereichen Unterstützung nötig ist und welche Tätigkeiten noch selbst ausgeführt werden können.

Mindest-Kriterien für die Pflegestufe 2 :

Die Bedingungen für die Pflegestufe 2 können gegeben sein, wenn eine Pflege bereits für die Gesichtsrasur, die Zahnpflege oder für das Waschen von Gesicht, Hände oder Intimbereich benötigt wird. Ebenso wenn Hilfe beim Frisieren oder Ankleiden gebraucht wird. Vor allem, wenn der Pflegebedürftige eine Unterstützung bei den Mahlzeiten und beim Eingießen von Getränken braucht, ist es ein Indiz dafür, dass die Pflegestufe 2 vorliegt.

Hilfen durch ambulante Pflegedienste :

Wenn die Angehörigen nicht in der Lage sind, die Pflege auszuüben, muss ein ambulanter Pflegedienst diese Aufgaben mindestens dreimal pro Tag übernehmen und bei der täglichen Hygiene, beim Ankleiden und bei der Zubereitung der Speisen helfen. Der Pflegedienst hilft zudem in regelmäßigen Abständen beim Reinigen der Wohnung und beim Besorgen von Lebensmitteln und anderer Notwendigkeiten. Wird solch ein externer Pflegedienst in Anspruch genommen, spricht die Pflegeversicherung von sog. Sachleistungen.

Pflege durch Angehörige, Freunde oder Nachbarn :

Wird eine pflegebedürftige Person von den Angehörigen oder von anderen Privatpersonen betreut, wird dies auch als „Laienpflege“ bezeichnet. Hier übernimmt das private Umfeld die gesamte Betreuung und Pflege. In dem Fall werden keine Sachleistungen gezahlt, sondern ein Pflegegeld. Doch Achtung: aus der sozialen Pflegeversicherung werden dauerhaft nur dann Leistungen gezahlt, wenn man der Pflegekasse regelmäßige Kontrollen erlaubt.
Wer also das Pflegegeld wählt anstelle von Sachleistungen, muss sich alle sechs Monate von einem durch die soziale Pflegekasse bestellten Dienst „beraten“ und auf die Finger schauen lassen. In der Pflegestufe 3 findet die Überprüfung sogar alle drei Monate statt. Mit solchen Kontrollen möchten die Pflegekassen auch dafür Sorge tragen, dass die Betreuung des Pflegebedürftigen in ausreichendem Maße erfolgt.

Höhe der Pflegekosten in Stufe 2 :

Wird ein ambulanter Pflegedienst beauftragt, können Sachleistungskosten von 1.400 bis 2.000 Euro pro Monat anfallen (je nach Pflegedienst und Wohnort). Für eine stationäre Pflege sind die Kosten bedeutend höher – bei guten Pflegeheimen liegen sie bei mehr als 3.000 Euro für jeden Monat. Und das sind nur die reinen Unterbringungs- und Pflegeauf- wendungen, hinzu kommen noch die Kosten für den persönlichen Bedarf.

Das zahlen die Pflegekassen in der Pflegestufe 2 :

Für ambulante Sachleistungen, also für die Hinzuziehung eines mobilen Pflegedienstes, werden monatlich maximal 1.100 Euro geleistet (Stand: Jan. 2012). Dieser Betrag kann
dann zur Bezahlung eines ambulanten Pflegedienstes eingesetzt werden.
Das Pflegegeld, welches alternativ zu den Sachleistungen ausbezahlt wird, ist zurzeit auf
450 Euro festgelegt (Stand: Jan. 2012). Dieses Pflegegeld wird ohne weiteren Nachweis an die zu pflegende Person ausgezahlt, so dass hiermit die ambulante Pflege durch Angehörige geldlich beglichen werden kann.
Machbar ist zudem eine so genannte Kombinationsleistung – also eine anteilige Zahlung von Sachleistungen und Pflegegeld. Die Kombinationsleistung kommt zum Tragen, wenn die Angehörigen die Pflege übernommen haben, aus zeitlichen Gründen aber zusätzlich einen ambulanten Pflegedienst mit einbeziehen müssen.

Wer in der Pflegestufe 2

nicht zu Hause, sondern stationär in einem Pflegeheim versorgt werden will oder muss, bekommt dafür eine Unterstützung von 1.279 Euro monatlich, mit welcher diese Aufwendungen teilweise abgedeckt werden können.

Die überhängigen Pflegekosten, die von der Pflegeversicherung nicht beglichen werden, müssen dann aus der eigenen Rente sowie aus dem Privatvermögen abgedeckt werden. Wenn kein privater Besitzstand (mehr) vorhanden ist, wird vom Sozialamt der Restbetrag, nach Berücksichtigung des Einkommens und des Pflegegelds zu den tatsächlichen Kosten übernommen. Wenn der Pflegebedürftige Kinder hat, dann hat das Sozialamt unter Umständen die Möglichkeit, diesen vorgestreckten Kostenaufwand von den Kindern zurückzufordern. Letztendlich sind Kinder auch für die Eltern haftbar zu machen.

Unser Fazit für Pflegestufe 2 :

Auch in Pflegestufe 2 sind die sozialen Leistungen lediglich eine Grundversorgung.
Um eine ausreichende Versorgung zu erreichen und um zu verhindern, dass die Kinder über die Grundversorgung aus der gesetzlichen Pflegeversicherung hinaus in Haftung genommen werden, kann eine private Vorsorge durch Abschluss einer privaten Pflegeversicherung mehr als sinnvoll sein, denn dadurch kann die Differenz der Pflegekosten zum Einkommen ausge- glichen werden.

4 Leserkommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    bitte lesen sie sich das bitte einmal nach, ich muss von jemanden unabhängigen eine Meinung

    100%aGB, Pflegestufe 2

    Vielen Dank
    MFG klein

    ich möchte ihnen mitteilen, das seid einiger Zeit , mich meine Nachbarin versorgt, wollen einmal schauen wie das geht, sie macht ja sonst auch alles, wenn der Pflegegld nur Mo, Mi und Samstag kommt sie immer und wäscht mich.
    Ab Mitte März habe ich eine Hilfe , welche mich in einem besseren Rahmen betreuen kann.

    z.Z. Helferin
    Carla Geyer
    Hauptstr. 8a gegenüber von mir .

    Das schließt eink- essen machen, waschen und anziehen und die Wohnung muss ja auch geputzt werden.

    Für diese Dinge möchte ich wie gesagt einmal das Modell probieren, ob das alles klappt.

    Im Februar, war ich einmal im Krankenhaus, Aufenthaltsbestätigung liegt ihnen bereits vor.

    Ich bitte sie also höflichst das Profil umzustellen, So das du dann an mich ausgezahlt werden muß, so das komplette Pflegeldes, was
    eine Hilfe für mich tgl. 2-3 Stunden. Damit wird es such schon knapp, wenn es für eine nur Putzfrau
    So das ich das bezahlen kann.

    Das letzte mal habe ich den Pflegedienst am 12.02.13 in Anspruch genommen, auch wegen des Krankenhausaufenthaltes.

    Ich bitte mir ganz dringend eine kurze Bestätigung zu komen lassen, gern email
    kleinannettines@t-online.de

    -Der gesamte Januar, den 4,7,9,23-2013, über Pflegedienst, Rest Fr. Geyer,. Freundin(Rentnerin)
    abzurechnen-Tage als durch Pflegedienst geleistete Arbeit

    – auch Febrauar – 11-02,
    wurde über Pflegedienst abgerechnet. Vorher war in Krankenhaus , danach ach , aber da mir Frau Geier immer geholfen hat,. nat. auch gegen Geld, wie überall.

    -Das heißt II/13 aus
    bezahlen für private Hilfskraft

    und Maerz,

    keine Betreuung durch Pflegedienst, Ich benötige eine individuell Hilfe für alles und eben auch fürs putzen, <
    komplette Auszahlung Pflegegld

    Sollten sich nat. die Situation trastisch verändert, dann melde ich mich bei ihnen und wir gehen das Vorhaben nicht gelingen knn, Frau Geier wird es nicht mehr lange gehn, ,das er mir hier und da helfen würde
    Bitte Pfllegegeld für das Jahr 2013 verwenden , z

    bitte teilen sie mir bitte mit, ob und wann die nächste

    Zusammen gefasst heißt das

    Kombileistung trennen ,, danach auf Pflegegeld komplett, Bitte überweisen sie mir bitte 01/02/
    bitte ab
    sofort ändern

    Es ist ja zur Zeit so, das die Pflegedienst mich nicht ausführt, sondern eine sehr liebe gute Fee, leider ist es jetzt zu alt um mir helfen -Der neue Tarif wenn nicht rückwirkent auf 02 und den Februar kann auch ausgezahlt werden,

    Ich erbitte auch Antwort, wie ich oder was ich machen kann, ich bekomme nur noch Rente davon gehen alle Zahlungen ab und somit bleiben mir noch 50 E zum leben. Das Pflegegld der ausgezahlte Betrag an mich , geht auch fast drauf. für Putzfrau , kann nur alle 14 TG kommen, sonst reicht das Geld nicht, wenn sie da irgendeine
    Haushaltshilfe ist eine Sache, da muss man mindestens 2- mal 2-3 Stdt aushandeln. dazu Einkaufshilfe, Spazierservice, Begleitung zu Äerzten , alle Besorgungen mit oder auch nur für mich. Ich bin 100 % ,kochen, waschen

    Vorerst ist jedoch meine feste Hilfe noch immer Frau Geier, wie obern bereits erwähnt

    weisen sie bitte die bereits bekannten Zahlungen, auf das ihnen bekanntes Kto stadtsparkasse Düsseldorf
    BLZ 30050110
    1004559553

    Bei Fragen sehe ich gern zur Verfügung
    Rueckfax auch möglich

    Vielen Dank MFG
    Klein

  2. Anita Martens

    Ich finde es wird zu wenig Pflege Geld gezahlt bei stufe 3 sind es 700 Euro im Monat bei 24 Stunden am Tag sind das mann gerade 97 cent in der stunde ich finde die Kranken kassen solten für das Pflegepersonal auch in der Renden kasse zahlen mann hat kein urlaub keine freiheit ich bin 24 stunden für meine Mutter da ich glaube nicht das sie für 97 cent die stunde arbeiten denk doch mal nach was ihr für die kosden im heim zahlen tut das müsste man bei hauslicher pflege auch bekommen denn zu hause werden die angehörigen noch besser gepflegt als in ein heim im heim haben die keine zeit für die bewohner

  3. ANITA Martens! Es ist immer jeder so gescheid. Wenn Sie keiner anderen Arbeit nachgehen ausser die Mutter zu Pflegen, können Sie Antrag auf Rentenbeitraege stellen. Dabei dürfen die nicht über 30Std. Andere Arbeitszeit überschreiten. Dies ist der Stand Herbst 2014 bei Pflegestufe 2. Gruss sandy1308

  4. Sylvia Schüring

    Hallo,
    wie sieht das finanziell bei Pensionären aus.Gelten da die gleichen Konditionen oder gibt es dort noch andere Zuschüsse?
    Über eine Antwort freue ich mich,danke,
    Gruss,Sylvia Schüring

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