Gesundheitsprüfung | Gesundheitsfragen

Gesundheitsprüfung in der
PflegeZusatzversicherung

Gesundheitsprüfung / Gesundheitsfragen

Ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl einer privaten Pflegetagegeld-Versicherung ist, in welchem Umfang eine Gesundheitsprüfung bei Antragstellung durchgeführt wird.
Es ist zwar keine ärztliche Untersuchung erforderlich, doch die Versicherungen stellen im Antrag stets einige Fragen über den Gesundheitszustand der zu versichernden Person.
Allerdings gibt es hier große Unterschiede bei der Qualität und in der Quantität des Fragenkataloges.

Umfang der Gesundheitsprüfung

Je nach Versicherer oder Tarif kann die Liste der Gesundheitsfragen unterschiedlich lang ausfallen. Während sich die Gesundheitsprüfung bei manchen Tarifen auf 2 bis 3 Fragen beschränkt, muss bei allen anderen eine breite Palette an Fragen beantwortet werden. Gefragt wird nach Erkrankungen der letzten 3 oder 5 Jahre, nach Behinderungen und ob schon einmal eine Pflegebedürftigkeit vorlag.
Eine Gesundheitsprüfung wird bei Antragstellung grundsätzlich von allen Versicherern durchgeführt – mit Ausnahme eines einzigen Pflegetagegeld-Tarifs und dann auch nur
unter bestimmten Voraussetzungen. Zu dem Tarif erfahren Sie unten gleich mehr.

Bitte nicht ‚schummeln‘

Die Gesundheitsfragen müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden, denn eine wirkliche Gesundheitsprüfung findet nicht bei der Antragstellung, sondern erst im Schadensfall statt.
Wer also bei Abschluss einer Pflegetagegeld-Versicherung bereits Vorerkrankungen hatte, der sollte hier nichts verschweigen, denn sonst droht die Gefahr einer Leistungsverweige- rung durch den Versicherer wegen falscher Antragsangaben.
Natürlich muss nicht jede Erkältung und jedes kleine Zipperlein genannt werden, das in den letzten Jahren bestand. Denn niemand kann sich an jeden Schnupfen und jedes Ziehen im Rücken erinnern, oder?
In erster Linie sind für die Versicherungen so genannte „risikoerhöhende“ Erkrankungen relevant – also solche, die später zu einer Pflegebedürftigkeit führen könnten.

Quantität der Gesundheitsfragen

Es gibt Versicherungen, die bis zu einem bestimmten Alter darauf verzichten, den kompletten Gesundheitszustand abzufragen. Solche Tarife fragen nur nach schwersten Erkrankungen wie zum Beispiel Alzheimer, Creuzfeld-Jacob, Demenz oder Parkinson.
Wer also aus gesundheitlichen Gründen bei einem anderen Unternehmen abgelehnt wurde, hat oft gute Chancen, sein Pflege-Tagegeld bei einem solchen Versicherer zu vereinbaren.
Menschen mit bestimmten Krankheitsrisiken oder Vorerkrankungen sollten entweder nach einer privaten Pflegetagegeld-Versicherung ohne Gesundheitsprüfung Ausschau halten oder einen Tarif auswählen, dessen Gesundheitsfragen sich nur auf gegenwärtige Krankheiten beziehen und nicht auf die Vergangenheit.
Bei solchen Pflegetagegeld-Versicherungen kann man gewiss sein, dass es im Schadenfall keine böse Überraschung gibt, falls man eine alte Vorerkrankung nicht mitgeteilt oder für nicht erwähnenswert gehalten hat.

Risikozuschlage oder Ablehnung bei Vorerkrankungen

Sind aus Sicht des Versicherers relevante Erkrankungen vorhanden, kann es zu einem Beitragszuschlag kommen – oder der Antrag kann sogar komplett abgelehnt werden. Maßgebend dafür ist allein die Gesundheitsprüfung, die anhand der beantworteten Gesundheitsfragen erfolgt.

Ablehnungsgründe

Bei privaten PflegeZusatzversicherungen mit Gesundheitsprüfung ist es bei den folgenden Erkrankungen absolut zwecklos, einen Antrag zu stellen, weil er abgelehnt werden würde:
  • AIDS, ALS Muskellähmung, Alzheimer
  • Chorea Huntington, Creutzfeld-Jacob
  • Demenz, Kinderlähmung o. krankhafte Hirnleistungsstörung
  • Leberzirrhose, Morbus Bechterew oder Multiple Sklerose
  • Parkinson, Querschnittlähmung oder Wachkoma
Gute Möglichkeiten zur Aufnahme bestehen dagegen bei den folgenden schweren Erkrankungen, sofern sich der Krankheitsverlauf positiv entwickelt hat:
  • Diabetes, Krebs
  • Herzinfarkt
  • Osteoporose
  • Schlaganfall

PflegeZusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung

Ein sehr beliebter Tarif in der PflegeZusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung ist das Pflegetagegeld eines Süddeutschen Traditions-Versicherers. Sofern die nachfolgend aufgeführten Pflegetagegelder nicht überschritten werden, ist dort die Abgabe einer
kurzen Gesundheitserklärung ausreichend:
Eintrittsalter bis 50 Jahre
Eintrittsalter ab 50 Jahre
  • in Pflegestufe 1:   50 €
  • in Pflegestufe 2:   80 €
  • in Pflegestufe 3: 120 €
  • in Pflegestufe 1:   20 €
  • in Pflegestufe 2:   40 €
  • in Pflegestufe 3:   80 €
(das Eintrittalter rechnet sich nach Kalenderjahr minus Geburtsjahr)
Es wäre fatal, bei Abschluss einer privaten PflegeZusatzversicherung die Gesundheitsfragen oberflächlich oder unwahr zu beantworten, um bei der Gesundheitsprüfung zu schummeln. Wer bei den Gesundheitsfragen im Antrag unvollständige oder unrichtige Informationen macht, der gibt dem Versicherer
im Leistungsfall die Möglichkeit, vom Versicherungsvertrag zurückzutreten und
keine Leistung erbringen zu müssen.

3 Leserkommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    wie finde ich heraus, wie der Süddeutsche Traditions-Versicherer heist.
    Für einen Tip wäre ich Ihnen sehr dankbar.
    Georg Munz

    • Pflegegeld-Portal

      Sehr geehrter Herr Munz,

      bitte entschuldigen Sie die späte Anwort.
      Der Versicherer heißt Münchener Verein.

      Mit vielen Grüßen
      U. Malunat

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