Betreuungsgeld bei Demenz

Betreuungsgeld Demenz

Betreuungsgeld Demenz

Die Pflegestufe 0 wird allgemein als die Demenz-Pflegestufe bezeichnet.
Denn viele Pflegebedürftige, denen keine Pflege- stufe zugesprochen wurde, benötigen trotzdem eine umfangreiche Hilfe, um weiterhin zu Hause leben zu können. Ohne Pflegestufe wird jedoch kein Pflegegeld gezahlt.
Bei dem Krankheitsbild Demenz ist das sehr oft der Fall.
An Demenz erkrankte werden als Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz bezeichnet. Demenzkranke haben manchmal sogar Anspruch auf Pflegegeld aus der gesetzlichen Pflegeversicherung.
Die Höhe der Leistung hängt vom Schweregrad der eingeschränkten Alltagskompetenz ab. Sie wird als Betreuungsungsgeld bezeichnet.

Anspruch auf Hilfe :

Die meisten Demenzpatienten brauchen spätestens ab einem mittelschweren Stadium Hilfe bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden, der Führung des Haushalts und bei anderen alltäglichen Aufgaben.

Wie werden die Hilfen finanziert?

Die Pflege von Demenzkranken ist sehr zeitintensiv und somit teuer. Es gibt die Möglichkeit, Leistungen über die Pflegeversicherung zu beziehen. Das Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz (PflEG) sieht zudem seit dem 1.4.2002 zusätzliche Leistungen in Höhe von bis zu 460 € pro Jahr für „Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf” vor – also vor allem Demenzkranke. Kosten, die Sie nicht selber tragen können, werden vom Sozialamt übernommen.

Höhe des Betreuungsgeldes :

Das Betreuungsgeld beträgt derzeit nur magere 100 € pro Monat – nur in besonders schweren Fällen verdoppelt sich das Betreuungsgeld auf 200€. Ab dem Jahr 2013 ist
aber immerhin die längst fällige Erhöhung der Betreuungsgelder geplant.
Achtung: Das Betreuungsgeld darf nicht mit dem Pflegegeld verglichen werden, denn beim Betreuungsgeld handelt es sich immer um eine zweckgebundene Leistung der Pflegekassen. Außerdem wird das Betreuungsgeld immer nur für bestimmte (gesetzlich vorgeschriebene) Betreuungsleistungen eingesetzt. Zudem wird das Betreuungsgeld immer direkt zwischen der Pflegekasse und dem Leistungserbringer abgerechnet oder es muss ein Zahlungsnachweis geführt werden.

Betreuungsgeld im häuslichen Bereich :

Bevor ein Betreuungsgeld gezahlt wird, findet nicht selten ein vorheriger Besuch durch den
Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MdK) zur Begutachtung in der Wohnung des Pflegebedürftigen statt. Hier sollte immer eine Pflegeperson mit dem an Demenz erkrankten anwesend sein. Bei der Begutachtung geht es vornehmlich um die täglichen Abläufe der Grundpflege, also um die Bereiche Ernährung, Mobilität und Körperpflege. Grundsätzlich werden 13 Positionen aus den Richtlinien geprüft, um festzustellen, welche Schwere einer eingeschränkten Alltagskompetenz vorliegt. Auch wenn auf Grund des Gutachtens des MdK keine Einstufung in eine der 3 Pflegestufen bewilligt wird, so wird doch oftmals eine eingeschränkte oder erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt und das Betreuungsgeld bewilligt.

Betreuungsgeld im Pflegeheim :

Für an Demenz erkrankte Pflegebedürftige in Pflegeheimen gelten genau die gleichen Regelungen wie oben beschrieben. Allerdings gibt es einen Anspruch auf zusätzliche Betreuung nach § 87 SGB XI für Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinen Betreuungsbedarf. Dann muss das Pflegeheim aber nachweisen, dass es für die weitere Betreuung der an Demenz erkrankten Pflegebedürftigen zusätzliches Betreuungspersonal vorhält, welches auch sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist.

Wer kann Leistungen für das Betreuungsgeld erbringen?

An Demenz erkrankte Pflegebedürftige können durch Betreuungsgruppen, Alltagsbegleiter, ausgewählte ambulante Pflegedienste oder durch Tagespflegeeinrichtungen betreut werden. Diese Pflege-Dienstleister rechnen dann direkt mit der Pflegekasse ab.

Betreuungsgeld – Ablehnung

Falls die Pflegekasse einen ablehnenden Bescheid für das Betreuungsgeld erteilt, können Sie dagegen Widerspruch einlegen. Die Widerspruchsfrist beträgt ein Monat.
Internet-Artikel zum Thema Betreuungsgeld bei Demenz:

3 Leserkommentare

  1. Karl Feldhoff

    Ist es rechtens dass das Pflegegeld von der Krankenkasse erst nach mehr als 3 Monaten gezahlt wird?
    Beispiel: Der Pflegedienst bei häuslicher Pflege kommt regelmäßig seit Jahren jeden Morgen. Die Abrechnung des Pflegedienstes erfolgt mit der Krankenkasse.
    Die Pflegeperson bekam das restliche Pflegegeld= a) Pflegegeld Nov.2013 am 07.02.14, und b) Pflegegeld Januar 2014 wurde bis zum 19.03.2014 noch nicht gezahlt.

  2. Sipek Helmut

    Das gleiche Problem habe ich mit der Krankenkasse meine Frau die ich pflege, ich bin der Meinung, dass das Pflege Geld ist gemeint von der Gesetzgeber für die Pflegeperson als Hilfe, dann soll es auch voraus überweisen werden. Nachzahlungen sollen mit folgendem Pflege Geld Event. verrechnen, es kann nicht sein das die Pflegeperson zwei Monaten und mehr ohne Unterstützung bleibt, so hat sich das der Gesetzgeber nicht vorgestellt.

Ihre Meinung ist uns wichtig.
Hier können Sie einen Kommentar schreiben:

*

Weitere Seiten zum Thema Krankenversicherung:
Startseite | Online-Vergleich | AGB | Impressum
Pflegegeld-Portal ist eine Seite der dewion Company, Copyright 2011 - 2014
Aufgelegt mit Wordpress und dem Theme Renegade