Pflege-Riester – die neue Förderrente

Portal-News vom Mittwoch, 20. Juni 2012
Pflege-Riester / Staatlich geförderte PflegeversicherungPflege-Riester:       Die Regierungsfraktion hat die Förderung privater Pflegezusatz-Vorsorgen in das laufende parlamentarische Verfahren eingebracht.
Hierzu legte der Gesundheitsausschuss am 14. Juni einen Änderungsantrag für den Gesetzentwurf zur „Neuausrichtung der Pflegeversicherung“ vor.
Die Deutschen sollen im Pflegefall künftig besser abgesichert sein. Das will der Bund fördern und unterstützen. Die neue Vorsorgeart nennt sich Pflege-Riester, angelehnt an die bekannte Riester Rente. Initiator der Idee ist Gesundheitsminister Daniel Bahr.
Derzeit besitzen nur knapp 1,8 Millionen Menschen in Deutschland eine private Pflegezusatz- vorsorge. Mit dem neuen Pflege-Riester will der Staat diese Zahl deutlich erhöhen.
Mit einem kleinen Zuschuss und ohne Gesundheitsprüfung sollen die Bürger ab 2013 zum Abschluss einer geförderten privaten Pflegetagegeld-Versicherung animiert werden.
Dazu will der Bund 90 Millionen Euro bereit stellen. Diese reichen zunächst für rund
1,5 Millionen Pflege-Riester Policen. Weitere Fördergelder sollen von der Anzahl der abgeschlossenen Verträge abhängen. Es gibt somit kein Limit bei den Fördermitteln.
Doch wie realistisch ist es, dass die Pflege-Förderrente ein Erfolg wird? Und was
haben die Versicherten von solchen Policen à la Pflege-Riester zu erwarten?

Zusätzlicher Bedarf ist enorm

Bereits heute liegen die monatlichen Pflegeheimkosten in Pflegestufe 3 bei durchschnittlich 3.266 Euro. Nach Abzug der Leistung aus der sozialen Pflegeversicherung von monatlich 1.550 Euro verbleibt für den Pflegebedürftigen ein Eigenanteil von 1.716 Euro monatlich. Hinzu kommen die Kosten für den individuellen persönlichen Bedarf.
Schon dieses Beispiel zeigt, dass eine zusätzliche private Absicherung des Pflegefallrisikos fast unverzichtbar ist, denn allein in Deutschland gibt es zurzeit 2,46 Mio. Pflegebedürftige – Tendenz steigend. Ob das geplante Pflege-Riester der richtige Weg ist, darf jedoch bezweifelt werden. Die Politik begibt sich einmal mehr auf den Holzweg.

Förderung und Voraussetzungen beim Pflege-Riester

Wer mit einer speziellen privaten Pflegetagegeld-Versicherung für den Pflegefall vorsorgt, soll laut Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen bald eine Zulage von 5 Euro pro Monat erhalten.
Was wäre das Leben schön, wenn alles nur Vorteile hätte. Auch das neue Pflege-Riester wird mit einigen Nachteilen behaftet sein. Sehen Sie hier die Merkmale der neuen Tarife:
  • Vertragsform:
    Pflege-Riester wird ausschließlich über Pflege-Tagegeld Verträge gefördert.
    Pflegekosten- oder Pflege-Rentenversicherungen werden nicht bezuschusst.
  • Pflegestufen:
    Positiv ist, dass die Pflege-Riester Tarife eine Leistung für alle
    Pflegestufen vorsehen sollen, auch für Pflegestufe 0 (Demenz).
  • Mindestleistung:
    Der Versicherungsschutz im Pflegefall muss mindestens eine monatliche Zahlung
    von 600 Euro für Pflegestufe 3 vorsehen.
  • Wartezeiten:
    Für die neue Pflege-Förderrente ist eine feste Wartezeit vorgesehen. Das heißt:
    Nach Abschluss der Police muss der Versicherte bis zu 5 Jahre warten, bis erstmals ein Anspruch auf Leistungen besteht. Diese Regelung haben zwar auch einige ‚normale‘ Pflegepolicen, aber höchstens für 3 Jahre (die meisten haben gar keine Wartezeiten).
  • Kontrahierungszwang:
    Im Pflege-Riester soll sich künftig jeder versichern können, unabhängig vom Gesund- heitszustand. Ausgenommen sind lediglich bereits Pflegebedürftige. Wenn die private Versicherungsbranche aber nicht nach ihren gewohnten Prinzipien arbeiten kann (also mit Gesundheitsprüfungen und möglichen Ausschlüssen oder Sicherheitsabschlägen) hat dies große Auswirkungen auf die Kalkulation der Prämien. Die Versicherer müssen die Beiträge dann mit enormen Sicherheitszuschlägen kalkulieren. Deshalb werden die geförderten Pflege-Policen deutlich teurer sein, als die am Markt angebotenen Pflegetagegeld-Versicherungen.
  • Höhe der Beiträge:
    Die Höhe der Prämie wird, wie bei den konventionellen Pflegetagegeld-Tarifen, nach dem Alter bei Vertragsbeginn ermittelt. Je älter der Versicherte bei Abschluss ist, desto höher sind die Beiträge. Weil bis zur Einführung von Pflege-Riester in allen Versicherungs- sparten die sog. ‚Unisex-Tarife‘ greifen, zahlen Männer und Frauen gleiche Beiträge.
  • Mindestbeitrag:
    Pflege-Riester wird erst ab einem bestimmten Einsatz gefördert.
    Der Umfang des Versicherungsschutzes kann zwar individuell bestimmt werden, doch muss der Eigenanteil wenigstens 10 Euro betragen. Liegt die Eigenprämie unter diesem Satz, gibt es keine Förderung. Der Gesamtbeitrag, der sich aus den 5 Euro Förderung und dem Eigenanteil zusammen setzt, muss demnach 15 Euro pro Monat betragen.
    Mit Ausnahme sehr junger Beitretender wird der Beitrag allerdings weit darüber liegen.
    Die meisten Antragsteller werden somit ohne Problem in den „Genuss“ der Förderung kommen, weil die geförderten Tarife einen Kontrahierungszwang vorsehen und mit dicken Sicherheitspolstern bei der Prämienberechnung versehen sein werden.

Soll ich warten, bis die Pflege-Förderrente kommt?

Das kann noch niemand sagen, weil die Produkte erst noch „gestrickt“ werden.
Es hängt zudem von Ihrem Gesundheitszustand ab und vom Geschlecht.
  • Gesundheitszustand:
    Wer keine schweren Erkrankungen hat, ist mit dem geplanten Pflege-Riester falsch bedient. Die kleine Förderung von 5 Euro ist als Anreiz viel zu gering, um die hohen Beiträge im Vergleich zu normalen Pflegepolicen ausgleichen zu können. Ein Pflege-Riester wird sich nur dann rechnen, wenn Sie wegen Vorerkrankungen keinen
    Versicherungsschutz in einem „normalen“ Pflegetagegeld-Tarif mehr bekommen.
  • Für gesunde Männer macht Pflege-Riester keinen Sinn:
    Wenn das neue Pflege-Riester an den Start geht, müssen die Versicherungen bereits nach den neuen Unisex-Tarife kalkulieren. Im Pflege-Tagegeld bedeutet dies geringere Prämien für Frauen, im Gegenzug aber höhere für Männer. Männer, die sich vor dem 21.12.2012 für ein konventionelles Pflege-Tagegeld entscheiden, profitieren lebenslang von einem Beitrags-Vorteil von bis zu 40%. Diese Mehrbelastung kann durch die Förderung nicht ausgeglichen werden.

Was sagen Verbraucherschützer zum neuen Pflege-Riester?

Trotz einiger positiver Aspekte der Förderung raten Experten und Verbraucherschützer davon ab, auf das Pflege-Riester zu warten. Lesen Sie dazu beispielsweise diesen Bericht von der Financial Times Deutschland oder diese Meinung von der Frankfurter Allgemeinen.
Pflege-Riester ist die unbeholfene Fortsetzung der Politik, das marode Sozialversiche- rungssystem in den Griff zu bekommen. Pflege-Riester ist ein ähnlich falsches Konzept, wie es seinerzeit mit der Altersvorsorge über die „Riester-Rente“ umgesetzt wurde.
Externe Seiten zum Thema Pflege-Riester:
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Multiple Sklerose heilen?

Portal-News vom Mittwoch, 20. Juni 2012
Weil es beispielhaft ist für jede Krankheit (für jede Krankheit!), noch einmal
der Selbstheilungsversuch einer Ärztin. Einer inzwischen berühmten Ärztin.
Frau Dr. Terry Wahls, die im Jahre 2000 mit der Diagnose Multiple Sklerose
konfrontiert wurde. 2003 Verschlimmerung, Chemotherapie und dann eben … Rollstuhl.
Als Ärztin hatte sie ein gesundes Misstrauen vor Ärzten. Hat sich nicht auf deren Auskunft, deren Behandlung verlassen. Sondern hat angefangen, selbst in der Literatur zu stöbern,
zu studieren, sich weiter zu bilden. Und stieß auf das Institut For Functional Medicine.
Dort hat sie gelernt:
Multiple Sklerose beschädigt das Myelin im Gehirn, was die Verbindungen zwischen den Nervenzellen wie eine Isolierung umgibt. Um das Myelin aufzubauen, braucht das Gehirn
die Vitamine B 1, B 9, B 12, Omega-3-Fettsäuren und Jod. Die Neurotransmitter benötigen Schwefel und Vitamin B 6. Die Mitochondrien, die den Zellen Energie zur Verfügung stellen, benötigen dafür die B-Vitamine, Schwefel und Antioxidantien. Der Schwefel hilft auch Leber und Niere dabei, Schadstoffe aus dem Körper zu entfernen
„.
Ihre Idee war nun – eben nicht Chemotherapie, eben nicht Cortison, eben nicht Interferon, eben nicht Pharmaindustrie – die neue Idee war, „das Gehirn und die Mitochondrien optimal mit Nährstoffen aus frischen Lebensmitteln zu versorgen. Die Diät, die dabei entsteht, entspricht dem, was unsere Jäger-, Sammlervorfahren Hunderttausende von Jahren gegessen haben.“  Kurz gefasst :
  • viel (viel, noch einmal viel!) frisches Gemüse,
    Salate und auch Obst in verschiedenen Farben
  • dazu Fleisch, Fisch und Seegras
  • keine (noch einmal: keine, wirklich keine)
    Getreide- und Milchprodukte, und auch
  • keine Fertigprodukte
Das war’s. So hat Frau Dr. Terry Wahls im Rollstuhl sich selbst behandelt. Nachdem die Schulmedizin bei ihr – bei dieser Krankheit so üblich – versagt hat. Was passierte?
Hören wir der Patientin selbst zu:
  • Im Nov. 2007 konnte sie nicht richtig sitzen und kaum mit Krücken gehen
  • 3 Monate später: Mit einer Krücke kurze Strecken gehen
  • 4 Monate später: Ohne Krücken im Krankenhaus umher laufen
  • 5 Monate später: Erste Fahrradtour um das Viertel
  • 9 Monate später: 18 Meilen mit dem Fahrrad
  • 2009: Treckingtour zu Pferde
Aufgefallen? Das war nichts weiter als genetisch korrekte Kost. Also Vitamine, Omega 3, Eiweiß. Sie dürfen’s auch ketogene Diät (gegen Krebszellen) nennen. Die Wahrheit ist
immer die Gleiche und … einfach.
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Gesundheit
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SPD will Steuern und Pflegebeiträge erhöhen

Portal-News vom Dienstag, 5. Juni 2012

Sigmar Gabriel

Parteichef Siegmar Gabriel sagte in einem Interview mit dem FOCUS, dass die SPD im Falle eines Wahlsieges 2013 sowohl die Steuern als auch die Pflegebeiträge erhöhen will.
Sollte die SPD aus der nächsten Bundestagswahl als Sieger hervorgehen, will sie nicht nur die Steuern erhöhen, auch die Pflegebeiträge sollen kräftig angehoben werden. So äußerte sich Parteichef Sigmar Gabriel im Interview mit dem FOCUS.

Wir werden um eine Anhebung des Beitrags zur Pflegeversicherung von heute 1,9 auf rund 2,5 Prozent nicht umhin kommen. Das muss sich diese Gesellschaft leisten, um anständig mit unseren eigenen Eltern und Großeltern umzugehen.

Wir vom Pflegegeld-Portal sind uns ziemlich sicher, dass die SPD im nächsten Jahr als Wahlsieger aus dem Rennen geht. Der nächste Kanzler wird vermutlich Peer Steinbrück heißen. Grund zu dieser Annahme besteht, weil Steinbrück im letzten Jahr beim Treffen
der Bilderberg-Gruppe anwesend war.
Auch der, laut Forbes-Liste, heutige Milliardär und frühere Bundeskanzler Helmut Kohl sowie „sein Mädchen“, Angela Merkel, waren anwesend bei den Bilderberg-Treffen, bevor sie zum Bundeskanzler „gewählt“ wurden. Was es für Zufälle gibt, nicht wahr?
Abschließend möchten wir Ihnen ein beachtliches Zitat mit hohem Wahrheitsgehalt wiedergeben, geäußert von dem früheren US-Präsidenten F. D. Roosevelt:

In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, dann kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war.

Bildquelle: Wikipedia
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Gesetzliche Pflegeversicherung, Politik

Verbraucherschutz: Ratgeber Elternunterhalt

Portal-News vom Donnerstag, 31. Mai 2012

Verbraucherschutz Elternunterhalt

Werden Eltern pflegebedürftig, stehen die Kinder häufig vor großen Herausforde­rungen. Oft muss vieles gleichzeitig entschieden werden
und manches sogar Ad hoc – zum Beispiel, wie die Versorgung sicher gestellt werden kann und ob die Pflege zu Hause möglich ist oder ob
ein Heimplatz gesucht werden muss.
Die häufigste Frage aber ist die nach den Pflegekosten.
Die Antwort darauf bedeutet nicht selten ein finanzielles Desaster.
Denn rei­chen Vermögen, Rente und Pflegegeld des Pflegebedürftigen nicht aus, um alle Kosten zu decken, werden die nächsten Angehörigen mit einem Anteil zur Kasse gebeten.
Unter welchen Voraussetzungen Eltern finanziell unterstützt werden müs­sen, erklärt der Ratgeber Elternunterhalt – Kinder haften für ihre Eltern vom Verbraucherschutz NRW.
Das Buch informiert über die rechtlichen Grund­lagen des Elternunterhalts und gibt einen Überblick über den Lebensbedarf, die Pflegestufen, Heim- und Pflegekosten sowie die Leistungen der Pflege­kassen. Das Buch zeigt auch, wie Bedürftigkeit der Eltern und Leistungsfä­higkeit des Kindes ermittelt werden.
Tipps zum Umgang mit dem Sozialamt und Antworten auf Fragen zur rechtlichen Aus- einandersetzung mit den Eltern oder Sozialhilfeträgern runden die Info-Broschüre ab.
Der Ratgeber hat einen Preis von 11,90€. Bezogen werden kann die Broschüre entweder direkt in den örtlichen Beratungsbüros der Verbraucherzentrale NRW oder im Internet
unter ratgeber-verbraucherzentrale.de.
Einführung zum Elternunterhalt:
Einen ersten Überblick über die Regelungen zum Elternunterhalt, über etwaige Zuzahlungen und Ihre Rechte hat Ihnen das Pflegegeld-Portal kostenlos erstellt:
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Gesetzliche Pflegeversicherung, Recht und Urteile
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ABC Pflegeversicherung – neue Beratungsbroschüre des BSK

Portal-News vom Samstag, 26. Mai 2012

Broschüre BSK - ABC Pflegeversicherung

Eine neue Broschüre vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) soll Antworten geben auf Fragen wie „wieviel Pflegegeld steht mir zu ?“  oder „welche Leistungen erhalte ich in meiner Pflegestufe ?“

In vielen praktischen und leicht verständlichen Beispielen erfahren betroffene Menschen und deren Angehörige, welche Rechte sie haben.

Der Ratgeber »ABC Pflegeversicherung« ist direkt beim BSK, Postfach 20, 74238 Krautheim, Tel.-Nr. 06294 4281-70 oder per E-Mail an info@bsk-ev.org gegen
eine Schutzgebühr von nur 2,50 € erhältlich. Porto
und Versand sind darin bereits enthalten.

Internetseite des BSK: http://www.bsk-ev.org/

© Foto: BSK e.V.

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Gesetzliche Pflegeversicherung, Recht und Urteile
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Pflegezusatzversicherung kostenlos vergleichen

Portal-News vom Freitag, 6. April 2012

Pflegekosten steigen extrem an!
Bei der Pflegestufe 3 kann ein Pflegeplatz im Heim bis zu 3.500 Euro oder mehr im Monat kosten. Von der gesetzlichen Pflegekasse erhalten Sie z. Zt. maximal 1.550 Euro. Für die restlichen Pflegekosten muss man selber oder Ihre Angehörigen aufkommen.
Aus diesem Grunde raten Experten und verschiedene Verbraucherorganisationen wie Stiftung Warentest zum Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung, da die gesetzliche Pflegekasse nur einen relativ niedrigen Zuschuss zu den teilweise extremen Kosten bezahlt.

Unser Tipp:
Eine private Pflegezusatzversicherung frühzeitig abschließen, um so niedriger sind die monatlichen Beiträge. Hier geht´s zum kostenlosen, anonymen Online – Vergleich.

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Demenz: Ab 2013 höheres Betreuungsgeld

Portal-News vom Freitag, 24. Februar 2012

Demenz / Betreungsgeld

Die Bundesregierung hat vor Kurzem die Eckpunkte zur Pflegereform beschlossen. Ab Januar 2013 soll die Pflegerente steigen – und das insbesondere für an Demenz erkrankte Menschen. Im Gegenzug soll
sich der Beitragssatz von derzeit 1,95 auf dann 2,05 Prozent erhöhen (für Kinderlose 2,3 Prozent). Die Mehrleistungen für an Demenz leidende können also nur mit Beitragssteigerungen erkauft werden.
Dem hingehen äußerten Experten mittlerweile sogar Bedenken, dass die scheinbar geringe Beitragserhöhung die ohnehin steigenden Kosten dauerhaft nicht abdecken können.
Ein Mensch gilt (vereinfacht gesagt) immer dann als pflegebedürftig, wenn er sogar für einfache Handlungen im täglichen Leben (zum Beispiel für Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) ganz oder teilweise auf die Hilfe von anderen Personen angewiesen ist.
Pflegebedürftig zu sein bedeutet aber nicht zwangsläufig, dauerhaft in einem Pflegeheim zu wohnen. Viele Menschen mit einem speziellen Bedarf an Pflege werden in den eigenen vier Wänden betreut – entweder von ihren Angehörigen oder durch mobile Pflegedienste.

Betreuungsgeld bei Demenz

Wieder anders verhält es sich bei an Demenz erkrankten Menschen. Sollte “nur” eine Demenz vorliegen, ohne dass gleichzeitig die Einstung in eine der drei Pflegestufen erfolgte, spricht man von der Pflegestufe 0. Hier wurde bislang ein Pflegegeld von 100€ (maximal 200€) gezahlt.
Ab dem nächsten Jahr sollen durch Angehörige gepflegte Demenz-Kranke anstatt nur 100€ dann sogar 220€ in der Pflegestufe 0 erhalten. Für “schwere Fälle” soll das Betreuungsgeld von 200€ auf dann 320€ pro Monat steigen.

Höheres Pflegegeld in „echten“ Pflegestufen

Für Pflegestufe I soll das Pflegegeld im nächsten Jahr von bislang 335/435 € auf 405/505 € ansteigen, in der Stufe II auf 540/640 € und ab Stufe III auf 625/725 € pro Monat.

Verbesserung bei Pflege in der Wohnung

Bei einer häuslichen Pflege und der Inanspruchnahme von sog. Sachleistungen (Hilfe und Pflege durch professionelle Pflegedienste) erhöhen sich die Pflegegelder wie folgt:
In Pflegestufe 0 werden statt 100€ dann 325€ / bzw. in schweren Fällen künftig 425€ statt 200€ gezahlt. In Pflegestufe I sind es statt bisher 550/650 € künftig 765/865 €, in Stufe II anstelle 1200/1300 dann 1350/1450 €. In der Pflegestufe III bleibt die Leistung auf dem bisherigen Niveau.
Weiterführende Artikel zum Thema Demenz:

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Alzheimer / Demenz, Gesetzliche Pflegeversicherung
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